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Ehrenamtliche Sozialbegleitung
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SozialbegleiterInnen bieten Menschen mit psychischen Erkrankungen während oder nach einem Klinikaufenthalt Hilfe und Unterstützung in Form von sozialem Kontakt. Dadurch soll es den Betroffenen erleichtert werden, wieder mit den Anforderungen des Alltags fertig zu werden; denn die Erfahrung zeigt, dass eine vertrauensvolle Beziehung die Lebensqualität deutlich verbessern kann!

Dabei arbeiten Sozialbegleiter mit psychosozialen Zentren, ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen und anderen Sozialeinrichtungen zusammen. Alle SozialbegleiterInnen arbeiten ehrenamtlich und unterliegen der Schweigepflicht.

Die Steiermark verfügt heute mit dem Verein Pro Humanis über die größte Laienhelfer-Organisation in ganz Österreich! Ausgehend von der Vereinszentrale in Graz werden in unserem Bundesland SozialbegleiterInnen organisiert, ausgebildet und betreut.
Dem heutigen Ausbaustand dieses ergänzenden Betreuungsangebotes – der Verein kann mittlerweile auf mehr als 300 ehrenamtliche Mitarbeiter verweisen! – liegt eine 10-jährige Vereinsgeschichte zugrunde:
Eine südtiroler Initiative – eine Beratungseinrichtung für Frauen und deren Familien, installiert mit dem Ziel, diesen in Krisensituationen unterstützend zur Seite zu stehen – war Vorbild für das Grazer Projekt, das auf Anfrage und Anregung eines Arztes der Landesnervenklinik Sigmund Freud, die an die Katholische Frauenbewegung herangetragen worden war, zustande kam. Es sollten Frauen vom Lande nach der Entlassung aus der Klinik in ihren Heimatorten begleitet und unterstützt werden.
Bereits im November 1991 begann ein erstes Team am Aufbau dieser „Nachbegleitung“ (so hieß die Sozialbegleitung bis zum Jahr 1998) zu arbeiten – auf ehrenamtlicher Basis wurden psychisch kranke Frauen besucht, um mit ihnen zu sprechen, sie zu motivieren und aufzubauen. Im Oktober 1992 wurde dann der Verein „Frauen für Frauen“ gegründet.
Im Jahr 1998 wurde der Verein als Arbeitskreis in die „Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit“ aufgenommen. Im selben Jahr fand auch die erste rein männliche Ausbildungsgruppe für Sozialbegleiter von psychisch kranken Männern statt und so wurde aus „Frauen für Frauen“ der Verein Pro humanis. Leben. Helfen.
Seit 2002 schließlich steht der Verein auch organisatorisch wieder auf eigenen Beinen – eine Unterstützung durch die GFSG war nicht mehr notwendig.

Insgesamt drei Mitarbeiterinnen - getrennt zuständig für die organisatorische, die fachliche Leitung sowie für die Betreuung - stehen in der Zentrale von Pro Humanis in der Conrad von Hötzendorfstrasse in Graz für die Organisation, Ausbildung und Betreuung der ehrenamtlichen SozialbegleiterInnen zur Verfügung.


 
Das Land Steiermark - Fachabteilung 8B