Kinder- und Jugendpsychiatrische Angebote

Die Kinder- und Jugendpsychiatrische Versorgung stellt – ob des Ineinandergreifens von Angeboten der Behandlung und Betreuung mit solchen der Jugendwohlfahrt – eine besondere Herausforderung dar.

​Im stationären Bereich stehen die Kinder- und Jugendpsychiatrische Abteilung der Landesnervenklinik Sigmund Freud sowie einer Tagesklinik zur Verfügung.
Darüber hinaus werden Kinder und Jugendliche auf der psychosomatisch - psychotherapeutischen Station und Ambulanz der Universitäts-Kinderklinik betreut.
Mit einem pädagogischen Schwerpunkt arbeitet die Heilpädagogische Station des Landes Steiermark.

Im außerstationären Bereich sind die psychosozialen Beratungsstellen Anlaufstellen für kinder- und jugendpsychiatrische Problemstellungen. Betreuungs-Schwerpunkte werden in Graz sowie Bruck/Kapfenberg eingerichtet.

In Graz stehen als spezifische jugendpsychiatrische Angebote die EPA-Kreativwerkstatt des Psychosozialen Dienstes Graz-Ost für die Altersgruppe 15 - 25jährige sowie EPA-2Zeit zur Verfügung - beide mit dem Ziel, junge Menschen mit psychischen Problemen adäquat an das Thema Arbeit heranzuführen. Berufsfindung für Jugendliche derselben Altersgruppe bietet das Projekt Neuland am Standort des PSZ-Graz-Ost, Plüddemanngasse 45, sowie die Arbeitsassistenz der Pro Mente Steiermark.

Ein steiermarkweites Angebot bieten Kinderschutzzentren. Sie richten sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche mit Gewalterfahrungen wie psychischer, körperlicher, sexueller Ausbeutung oder auch Vernachlässigung; ergänzend stehen sie aber auch jedem anderen, etwa bei Überforderung in Erziehungsaufgaben, Verdacht auf und/oder Wissen über Gewalterfahrungen von Kindern, usw. offen.

In der Präventionsarbeit wird LehrerInnen, KindergärtnerInnen, Tagesmüttern usw. nicht zuletzt in ihrer Funktion als MultiplikatorInnen Information geboten. In akuten Krisensituationen finden Jugendliche bei tartaruga telefonische und persönliche Beratung und im Bedarfsfall Schutz und Aufnahme mit begleitender Betreuung. Auslöser für die Inanspruchnahme des Angebotes von tartaruga sind meist persönliche Krisen auf dem Hintergrund von Gewalterfahrung, sexueller Ausbeutung oder Vernachlässigung in der Familie. Die Einrichtung richtet ihr Hilfsangebot direkt an die Jugendlichen - also ohne Vermittlung durch Jugendämter bzw. Beratungsstellen und schließt inhaltlich an das Angebot der Kinderschutzzentren für die Altersgruppe der Jugendlichen an.
Auch das Schlupfhaus leistet ein vergleichbares Angebot: Jugendliche finden hier - als Ergänzung zum bestehenden höherschwelligen Unterbringungs- und Beratungsangebot - eine niederschwellige Notschlafstelle, welche Jugendlichen in unterschiedlichsten Problemsituationen den Zugang zum etablierten Hilfsangebot erleichtern, darüber hinaus aber - speziell für schwer erreichbare Jugendliche - ein konstantes und professionell begleitetes Beziehungsangebot setzen soll, um auf diese Weise zumindest einen losen Kontakt aufrechterhalten und die Jugendlichen allmählich und behutsam an weiterführende Hilfsangebote heranführen zu können

Ebenfalls an Kinder und Jugendliche richtet sich das Sorgentelefon 0800/201-440 als eine Serviceeinrichtung des Sozialressorts des Landes Steiermark. In einem telefonischen Beratungsgespräch werden gemeinsam mit den AnruferInnen Strategien besprochen, um schrittweise eine Veränderung der Probleme erreichen zu können. Wird im Rahmen eines Beratungsgespräches festgestellt, dass eine Therapie hilfreich ist, besteht die Möglichkeit der Vermittlung an eine geeignete Beratungseinrichtung. Das Sorgentelefon stellt aber auch ein breites Informationsangebot zur Verfügung. Dieses Angebot steht mittlerweile auch online unter www.sorgentelefon.at zur Verfügung.

 

Zusätzliche regionale Angebote für Kinder und Jugendliche auf einen Blick:

Graz:

 Bruck/Kapfenberg:

Deutschlandsberg:

Hartberg-Fürstenfeld:

Leibnitz:

Leoben:

Weiz: