Gesundheitsstelle

Die gesundheitliche Situation von MigrantInnen wird nicht allein durch ihre spezifischen Lebensbedingungen gefährdet, sondern ist häufig durch zusätzliche Stressoren, wie traumatisierende Ereignisse im Heimatland, Verlusterlebnisse, Ausweisungsbedrohung oder auch Diskriminierung beeinträchtigt. Rund zehn Prozent der Wohnbevölkerung in Österreich haben bereits eine andere Staatsbürgerschaft als die österreichische und es ist eine große und gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Chancengleichheit nicht nur bezüglich der Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, sondern auch bezüglich des Zugangs zur Gesundheitsversorgung herzustellen.

​Trotz des höheren Krankheitsrisikos nehmen Migranten aufgrund von Informationsdefiziten, Verständigungsschwierigkeiten und eines erschwerten Zuganges zum Gesundheitswesen kaum an Vorsorgemaßnahmen teil.

Aus diesem Grund verfolgt die Gesundheitsstelle des Vereins OMEGA in Graz primär die Idee, psychisch gesunde Menschen, die traumatischem Stress ausgesetzt waren und aufgrund dessen für psychische Probleme und Störungen anfälliger sind, durch verschiedene, nicht nur psychosoziale, Angebote zu unterstützen:
Schon primärpräventiv sollen für diese Menschen, die als Flüchtlinge, Asylwerber, etc. nach Österreich kommen, Betreuungsangebote gemacht werden, die Anpassungsschwierigkeiten vorbeugen, oder eine Verschlechterung des psychischen Zustandes bzw. der Entwicklung psychischer Störungen entgegenwirken. 
Wo bereits krankhafte psychische Beeinträchtigungen vorhanden sind, sollen diese durch weiterführende Betreuungsangebote gemildert und der Einzelnen bzw. Familien bei der Überwindung dieser Schwierigkeiten unterstützt werden.
Die Betreuung soll durch ein multiprofessionelles Team, das unter Einbindung von Psychotherapeuten arbeitet, regelmäßig und langfristig angeboten werden.

Kontakt

OMEGA – Transkulturelles Zentrum für psychische und physische Gesundheit und Integration  
8020 Graz , Albert-Schweitzer-Gasse 22
+43 (316) 773554-0